Risikohinweis: 74–89 % der Retail-CFD-Konten verlieren Geld

CFD Broker Regulierung in Deutschland: BaFin, CySEC und ASIC im Vergleich

BaFin, CySEC und FCA regulieren CFD Broker für den deutschen Markt nach denselben EU-Vorgaben. Wie Trader die Zulassung prüfen – und was Offshore-Anbieter unterscheidet.

Zuletzt aktualisiert: August 2026 · Fact-checked

Risikohinweis: Der Handel mit CFDs ist mit erheblichem Verlustrisiko verbunden.

BaFin: Regulierung in Deutschland

Die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) ist die zuständige Aufsichtsbehörde für CFD Broker in Deutschland. BaFin-lizenzierte Broker unterliegen dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG), das die Hebellimits und den Negativsaldoschutz für Retail Clients vorschreibt. Die BaFin führt ein öffentlich zugängliches Register aller zugelassenen Finanzdienstleister.

Trader können die Zulassung eines Brokers in drei Schritten prüfen:

  1. Das öffentliche Unternehmensdatenbank-Register der BaFin aufrufen.
  2. Den Broker-Namen oder die Firma suchen.
  3. Zulassungsstatus, erlaubte Dienstleistungen und eventuelle Warnhinweise prüfen.

BaFin-lizenzierte Broker unterliegen regelmäßigen Prüfungen und müssen Kapitalanforderungen sowie Meldepflichten erfüllen. Die BaFin kann bei Verstößen Lizenzen entziehen und öffentliche Warnungen herausgeben.

EU-Regulierungsbehörden im Vergleich

Mehrere EU-Regulierungsbehörden lizenzieren CFD Broker für den deutschen Markt. Alle unterliegen MiFID II und den Hebellimits für Retail Clients.

BehördeLandEinlagensicherungEU-Passporting
BaFinDeutschlandBis 100.000 EUR (EdW)Nicht erforderlich
CySECZypernBis 20.000 EUR (ICF)Ja, EU-weit
FCAUK (post-Brexit)Bis 85.000 GBP (FSCS)Kein EU-Passporting

CySEC-lizenzierte Broker können via EU-Passporting ihr Angebot in Deutschland anbieten und unterliegen denselben Hebellimits wie BaFin-Broker. FCA-Broker benötigen nach dem Brexit eine separate EU-Lizenz für den deutschen Markt.

Segregierte Kundengelder und Einlagensicherung

Segregierte Kundengelder (Segregated Client Funds) sind bei EU-regulierten Brokern gesetzlich vorgeschrieben. Der Broker muss Kundengelder strikt von seinem eigenen Betriebskapital trennen und auf separaten Konten bei Kreditinstituten verwahren. Im Insolvenzfall sind Kundengelder dadurch vor dem Zugriff von Broker-Gläubigern geschützt.

Die Einlagensicherung ergänzt den Schutz durch segregierte Gelder: BaFin-Broker sind über die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) bis 100.000 EUR pro Anleger abgesichert. CySEC-Broker sind über den Investor Compensation Fund (ICF) bis 20.000 EUR pro Anleger abgesichert. Die Einlagensicherung greift ausschließlich bei Insolvenz des Brokers, nicht bei Handelsverlusten.

Offshore-Broker: Was fehlt

Offshore-Broker mit FSA-, FSC-, VFSC- oder FSCA-Lizenzen bieten höhere Hebel als EU-regulierte Broker, ohne die EU-Schutzstandards einhalten zu müssen:

  • Kein Negativsaldoschutz: Verluste können das eingezahlte Kapital übersteigen
  • Keine EU-Einlagensicherung: Bei Insolvenz des Offshore-Brokers ist kein standardisierter Rückerstattungsanspruch garantiert
  • Keine Pflicht zur Segregation von Kundengeldern nach EU-Standard
  • Mögliche Nachschusspflicht: Trader können zu Zahlungen verpflichtet werden, die das Kontoguthaben übersteigen
  • Kein EU-Bonus-Verbot: Offshore-Broker dürfen Handelsboni anbieten, die als Anreiz dienen

ASIC-Broker für deutsche Trader

ASIC (Australian Securities and Investments Commission) hat seit März 2021 eigene CFD-Hebellimits eingeführt, die den Referenzwerten sehr ähnlich sind: 1:30 für Forex-Majors, 1:20 für Neben-FX und Hauptindizes, 1:10 für Rohstoffe, 1:2 für Krypto. Ausschließlich australisch regulierte ASIC-Broker können in Deutschland ohne EU-Passporting nicht regulär tätig sein; deutsche Trader nutzen diese Broker direkt als ausländische Anbieter, ohne den EU-Rechtsschutz zu genießen. Für ASIC-Professional-Clients sind Hebel bis 1:500 möglich.

Wie prüfe ich die Regulierung eines Brokers?

  1. Das öffentliche BaFin-Register prüfen. Dort sind alle in Deutschland zugelassenen oder notifizierten Finanzdienstleister aufgeführt.
  2. Den Regulierungshinweis auf der Broker-Website prüfen: Seriöse EU-regulierte Broker zeigen ihre Lizenznummer, die Regulierungsbehörde und die Registrierungsnummer prominent an.

Libertex bietet seinen Service als regulierter Broker an; die Regulierungsangaben sind auf der Website einsehbar.

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Häufige Fragen

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen BaFin und CySEC?
BaFin ist die deutsche Bundesbehörde für Finanzdienstleistungsaufsicht; CySEC ist die zyprische Wertpapieraufsichtsbehörde. Beide regulieren CFD Broker nach MiFID II mit denselben Hebellimits. BaFin-Broker bieten Einlagensicherung bis 100.000 EUR (EdW); CySEC-Broker bis 20.000 EUR (ICF).
Bedeutet reguliert automatisch sicher?
Eine Regulierung durch BaFin, CySEC oder eine andere anerkannte Behörde schützt Trader vor bestimmten Broker-Risiken und gewährt Retail Clients Negativsaldoschutz. Sie schützt nicht vor Handelsverlusten; laut Marktdaten verlieren zwischen 74 und 89 % der Retail-CFD-Konten Geld.
Wie prüfe ich, ob ein CFD Broker BaFin-lizenziert ist?
Das öffentliche Unternehmensregister der BaFin ist kostenlos zugänglich. Eine Suche nach dem Broker-Namen zeigt Zulassungsstatus, erlaubte Dienstleistungen und eventuelle BaFin-Warnungen an.